Neue Ufer: MariaDB statt MySQL

Die Firma “MySQL AB”, die hinter der bekannten Datenbank-Software MySQL steht, wurde zuerst 2008 von Sun Microsystems sowie 2010 von Oracle aufgekauft.

Das “Flaggschiff”, der Open Source Datenbankserver “MySQL”, ist immer noch frei verfügbar – allerdings wurden durch Oracle zuletzt immer weniger kritische Bugs behoben. Auch gerade Sicherheitslücken litten unter diesem Verhalten.

Der Gründer von MySQL AB, Michael “Monty” Widenius, hörte nach dem Verkauf seiner Firma an Sun nicht mit der Entwicklung von MySQL auf, sondern startete einen sog. “Fork” von MySQL: MariaDB.
MariaDB teilt sich also die grundsätzliche Code-Basis mit dem “großen” MySQL, setzt allerdings insbesondere seit der MySQL-Übernahme durch Oracle den Fokus auf “Stabilität” und “Sicherheit”.

Nach den kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitslücken in MySQL und der Tatsache, dass MariaDB davon nicht betroffen war, läuft derzeit eine interne Testphase: kann MariaDB den MySQL-Server vollständig ersetzen? Kommt es durch den Wechsel evntl. sogar noch zu Performance-Gewinnen, statt “nur” die Sicherheit zu erhöhen?

Unser Monitoring-System, welches die Daten in einer MySQL-Datenbank ablegt, sowie unser interner Server Terra, auf dem u.a. dieses Blog sowie unsere Webseiten gehostet werden, wurden bereits umgestellt.

Die Migration verlief problemlos. Pakete installieren, Dienst neu starten (sogar der Name des Init-Skriptes wurden beibehalten) – fertig.

Wenn sich der gewünschte Effekt einstellt, werden wir nach und nach alle Systeme, insbesondere unsere Webhosting-Systeme, von MySQL auf MariaDB migrieren. Für alle Nutzer ändert sich nichts, MariaDB ist ein sog. “Drop-In-Replacement”. Alle Funktionen und “Verhaltensweisen” von MySQL werden voll beibehalten und lediglich erweitert.

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Comments

  • Ingolf

    Hört sich nach einem guten, wohldurchdachten Schritt an. Finde ich gut!

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